20.06.12

Spruch des Tages...

Zit. aus "Landleben - von einer die raus zog":
~ Doch das Gärtnern selbst ist für mich eine ambivalente Erfahrung geblieben. Es handelt sich weniger um ein Anpflanzen als ums Ersetzen und Umschichten. Einerseits ist man stolz über jede Pflanze, die man zum Wachsen bringt, andererseits war die Stelle vorher ja nicht kahl, sondern ebenfalls bewachsen. Um eine »ursprünglich« wirkende, »natürliche« Bauernrabatte zu haben, graben wir die Erde um, zerstören Gräser und das, was wir Unkraut nennen, zerhacken Regenwürmer und Schneckenhäuser, machen Käfer und Ameisen heimatlos. Alles, damit nachher eine andere Pflanze dort wächst, wo früher Wildnis war – diese Tätigkeit hat weniger mit Natur zu tun als mit dem Bedürfnis des Menschen, seine Umgebung zu gestalten. ~ Zit. Ende

1 Kommentar:

  1. So ist es - einerseits - andererseits lautete unser (biblischer) Auftrag ja bereits, die Erde zu beackern und das entspricht auch meiner Erfahrung - jedenfalls wenn man ernten will ... ließe man alles so wachsen, wie die Natur es macht, hätte man bald ein undurchdringliches Dickicht vor seiner Tür. Die Brombeerranken stellen sich immer sehr schnell ein, das habe ich in verschiedenen Gärten beobachten können.
    Aber im Prinzip ist es schon so, wie die Dame aus "Landleben" schreibt ...
    Danke auch für Deine netten Kommentare!
    Ich würde Johanniskraut nur dort ernten, wo ausreichend davon wächst. Dort reicht es für die Bienen allemal.
    Das Rotöl ist sehr heilsam, man kann es vielfältig einsetzen. Nur darf man die Pflanze nicht mit anderen ähnlich aussehenden, verwechseln.

    Liebe Grüße
    Sara

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