12.02.13

Aschermittwoch - Beginn der Fastenzeit!

Aschermittwoch bis Palmsonntag
Im christlichen Festkalender geht die österliche Fastenzeit (Quadragesima) dem Osterfest voran. Der Termin der Fastenzeit ist daher "beweglich" und definiert sich im Verhältnis zu Ostern durch die Länge der Fastenzeit (40 Tage).
In Bezug auf das Fasten Jesu in der Wüste (Mt 4, 2) legte die Kirche die Länge der Fastenzeit auf 40 Tage und Nächte fest. Die in 40 Einheiten zu teilende Zeitspanne bezeichnet die erdzugewandte Vielfalt und kommt in der Bibel mehrfach vor: 40 Jahre wandern die Israeliten durch die Wüste (Ex 16,35), 40 Tage begegnet Moses Gott auf dem Sinai (Ex 24,18), 40 Tage wandert Elias zum Berg Horeb (1 Kön 19,8), 40 Tage fastet Jesus in der Wüste (Mt 4,2; Lk 4,2) und 40 Tage nach der Auferstehung (= Ostern) feiert die Kirche Christi Himmelfahrt (Apg 1,3).
Der Beginn der Fastenzeit liegt auf einem Mittwoch (Aschermittwoch) und das Ende der Faschingszeit auf dem Dienstag nach dem 6. Sonntag vor Ostern (Invocabit). Als die Synode von Benevent 1091 die Sonntage in der Fastenzeit als Gedächtnistage der Auferstehung Jesu vom Fasten ausnahm, rückte deshalb der Beginn der Fastenzeit um 6 (Wochen-) Tage vor. Der 4. Fastensonntag wird "Laetare" genannt, der 6. Fastensonntag ist der Palmsonntag.
Die liturgische Farbe der Fastenzeit ist Violett. Sie ist die Farbe der Buße, des Gebetes und der ernsten Besinnung. Zugleich erinnert sie, da sie dem Purpur entspricht, das zur Zeit Jesu aus pflanzlichen Stoffen gewonnen wurde, an den Purpurmantel, den der Herr zum Spott umgehängt bekam vor seiner Kreuzigung.
Die Fastenzeit gilt als gebundene Zeit, denn in dieser Zeit waren die Christen an Verpflichtungen gebunden. Sie dient der Vorbereitung und Einstimmung auf das Osterfest und ist gleichzeitig auch eine Zeit der Buße. Der eigene Verzicht sollte anderen zugute kommen. Die Fastenzeit stellt das Leben weniger als Geschenk dar, sondern als Aufgabe. Die Einführung einer solchen Zeit der Besinnung, der Reinigung ist keine Erfindung des Christentums, sondern findet sich in vielen Kulturen und Religionen. Dass sich die Haltung des Umdenkens, der Buße in Handlungen und Werken ausdrückt, ist anthropologisch notwendig, damit der Sinn dieser Zeit vollzogen wird.
Fasten, Almosen geben, beten sind die Elemente der Fastenzeit. Während früher der Speisezettel in der Fastenzeit geändert wurde, vor allem durch den Verzicht auf Fleisch, und Tanzveranstaltungen teilweise sogar durch Gesetze verboten waren, bringt heute die Fastenzeit kaum eine Veränderung. Vorschläge, auf Alkohol, Nikotin und Süßigkeiten zu verzichten, dürften sich kaum in den Umsätzen des Handels niederschlagen. Heute sind nur noch Aschermittwoch und Karfreitag sogenannte strenge Fasttage, an denen die Katholiken sich nur einmal am Tag sattessen und auf Fleisch verzichten sollen. 

Quelle - siehe hier: http://www.pfarrestadlau.at/
Ich finde das toll geschrieben und erklärt, 
wunderbar auf den Punkt gebracht.

Ja, ich möchte diesmal diese Zeit wieder richtig nutzen, Fasten, mehr gutes für andere tun in Kleinigkeiten, mich besinnen 
und reinigen und bewusst verzichten in dem Wissen 
dadurch dazu zu gewinnen!
Ich habe damals, ich glaube es war 1995 oder 1996 erstmals die ganze Fastenzeit durchgehalten kein Fleisch und keinen Fisch 
zu essen und es war der Beginn meiner vegetarischen Ernährung.
Dabei hat mir dieser ganz fixe zeitliche Rahmen des Glaubens sehr geholfen obwohl ich dazu sagen muss das ich bereits mit 16 
aus der Kirche ausgetreten und ohne Bekenntnis bin.
Dennoch mag ich manche Aspekte des christlichen Glaubens und nutze bzw. besinne mich derer auch, ganz für mich selbst.

Und so möchte ich auch diesmal versuchen diese Fastenzeit wieder einmal ganz ganz bewusst zu erleben 
und mich auch ein wenig in meinem Willen stärken.
Seien wir froh das wir ihn haben, jeden Tag, den Willen 
und die Möglichkeit uns FREI ZU ENTSCHEIDEN.
Und darum möchte ich das tun, 40Tage absolut pflanzlich zu essen ( also meiner Meinung nach das absolut Beste 
und Richtige zu tun!), Weißmehl und Zucker sehr zu reduzieren - 
dafür ganz ganz bewusst geniessen, 
das Essen als "LEBENsmittel" empfinden.
Sein - was man isst.
Mir hilft so ein "Rahmen" sehr noch etwas schwierige oder unsichere Gewohnheiten zu stärken und zu festigen 
und mich derer Bewusster zu machen!
In diesem Sinne:
Einen schönen, besinnlichen Aschermittwoch! 

Kommentare:

  1. Vielen Dank das du über das Thema Fastenzeit
    einen Bericht geschrieben hast.
    Und der Bericht ist wirklich gut erklärt =)

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  2. Ich bin zwar nicht aus der Kirche ausgetreten und eigentlich katholisch aber ich bin ganz ehrlich mir gibt die ganze Fastenzeit "nichts".
    Genau wie ich Karneval nicht brauche um lustig zu sein, so brauche ich die Fastenzeit nicht um mich auf verschiedene Dinge zu besinnen und etwas "anders" oder "besser" zu machen.
    Genausowenig wie ich zur Kontaktaufnahme mit Gott oder wie auch immer er heißen mag eine Kirche brauche.
    Er hört mir wenn ich WILL überall zu.

    Bin da ein wenig anders gestrickt und stehe auch dazu. Aber jeder so wie er es für sich richtig findet. Denn genau DAS macht uns aus.

    In diesem Sinne auch Dir einen schönen Aschermittwoch !!

    Liebe Grüße

    Anja und Anhang

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    1. Danke trotzdem für Deine ehrlichen worte!
      Stimmt, wer auch immer da über uns steht, hör tuns eh imemr und überall zu, das glaube ich auch.
      Wie gesagt, mir hilft so ein zeitlicher Rahmen oft einw enig, darum möchte ich versuchen ihn zu nutzen.
      Gut wenn Du sowas nicht benötigst und mit Dir selbst so wunderbar im Reinen bist, um gewisse Dinge mit Dir auszumachen wenn Du sie eben brauchst. Deine Einstellung gefällt mir, Du bist so ehrlich. ^^
      GLG, MamaMia

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