10.07.13

Gartentipps: Das kleine Einmaleins des Gießens!

Ausreichende Wasserzufuhr ist für Obst- Gemüseernten unerlässlich, auch für reichlich blühende Blumenbeete wenn sie zu trocken werden.
Zugleich aber ist Wassersparen ja ökologisch wichtig und sinnvoll.
Hier also ein paar Tipps zum Thema Gießen.

Die besten Voraussetzungen:
- Sammeln Sie Regenwasser in Wasserfässern (mit Deckeln oder feinen gelsensicheren Netzen drüber!)
Regen- oder abgestandes Wasser mögen Pflanzen, auch Zimemrpflanzen immer lieber! (Hinweis Wasserhärte)
Egal ob von einer Regenrinne oder gar einer Zisterne, jeder Tropfen vom Himmel zählt!
- Pflanzen sie in kleine Mulden, damit sich das Regenwasser um den Stiel oder Stängel der Pflanze etwas ansammelt. Besonders an Hängen sehr sinnvoll!
- Misch- und Zwischenkulturen dienen auch der Wassersparnis weil der Boden dann schattiger ist und mehr Feuchtigkeit hält.
- Am besten nach einem gründlichen Wasserguß mulchen und so die Verdunstung verzögern.
Überhaupt: Mulchen, mulchen, mulchen und Boden immer bestmöglich schattig oder bedeckt halten.
Mit Rasenschnitt gemulchtes Gemüsebeet. 
Direkt um die Pflänzchen herum immer etwas "luftiger" (Pilzentwicklung) mulchen, anderswo gerne schön dick auftragen.
Wenn sie dafür organisches Material verwenden, wird dies zu Hummus, was auf lange Sicht die Wasserhaltekraft des Erdreichs verbessert!
- Sie haben grade kein Mulchgut? Dann hacken sie die Beete, das hilft auch gegen zu rasche Verdunstung und die Pflanzen müssen nicht mit Beikraut ums Wasser konkurrieren.
Einmal hacken spart dreimal gießen.

Wie gießen?
- Am besten Morgens oder am FRÜHEN Abend.
Wassertropfen in der Mittagssonne führen zu Sonnenbrand auf den Blättern.
Zu spät am Abend gehen die Pflanzen zu feucht in die Nacht und sind anfälliger für Pilzkrankheiten und Schnecken.
- Gießen sie lieber regelmässig ein- zweimal täglich gründlich als weniger und oft.
 Der Boden soll in 10-15cm Tiefe feucht werden. Evtl. mit einem Löffel nach dem Gießen eine "Bodenprobe" nehmen und nachsehen.
Gründlich gegossene Beete müssen weniger oft gegossen werden als oberflächlich besprengte.
Die Wurzeln der Pflanzen gehen dann auch tiefer, bleiben in oft oberflächlich gegossenen Beeten aber eher oberflächlich und nehmen so auch weniger Wasser auf.
- Versuchen sie das Erdreich unter den Pflanzen und nicht die Pflanze selbst zu gießen!
Besonders Gurken, Tomaten, Paprika, Zucchini mögen kaltes Wasser von oben nicht gerne.

Tomaten wie hier an Wärme abgebendem Mauerwerk und teilweise zu zweit in knappe Töpfe gepflanzt müssen 1-2mal täglich gegossen und sollten aufgrund des knappen Erdanteils auch mit Nährstoffen versorgt werden.
Auch bei dichtem Blattwerk macht es wenig Sinn von oben zu gießen, lieber direkt mit einem  Schlauch das Erdreich unter den Blättern nässen.



Dichtes Blattwerk im Gemüsebeet. 
Mit dem Sprühaufsatz gelangt nur wenig Wasser ungleichmässig bis zum Boden.
Lieber den Schlauch oder die Kanne ohne Aufsatz direkt unter die Blätter halten.

Und wie oft?
Wenn die Pflanze welk ist, ist es schon zu "spät" und die Pflanze hat Schaden davongetragen, auch wenn sie sich wieder erholt.
Auch trübe, windige Tage trocknen stark aus.
- Saatbete und frisch gepflanztes unbedingt täglich gießen!
Sobald die Sämlinge oder Pflanzen etwas eingewurzelt haben und feine Wurzelausläufer bilden konnten, kommen sie auch mit etwas weniger Wasser aus.
- Pflanzen in Töpfen und Blumenkisten trocknen natürlich auch schneller aus. Täglich gießen.

- Bei eingewachsenen Pflanzen: Wenn die  Erdoberfläche trocken aussieht, kontrollieren sie einige Zentimeter tief. Ist die Erde dort noch feucht, können sie bis zum nächsten Tag warten.
- Junge Bäume, Sträucher und holzige Kräuter wie Lavendel, Thymian... brauchen am wenigsten Wasser.
In Trockenperioden ein- bis zweimal Wöchentlich gründlich wässern ist ausreichend.

Am wichtigsten ist die Gleichmäßigkeit beim Wässern. 
Extreme Wechsel zwischen Trockenheit und Wasserüberschuss lassen Früchte schnell platzen. (z.B. Kohlrabi!)

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