22.08.13

Über die Regenbogenbrücke....

Hach ja, letzte Woche musste ich leider eine ganz plötzliche Entscheidung treffen und meinen Rattenbuben erlösen lassen. *schnief*
Es ist sooo traurig und jedes Mal nehme ich vor: Ich nehme mir keine Ratten mehr!
Sie sind so kurzlebig und bekommen immer so schwere, plötzliche und leidvolle Krankheiten, die oft schwer zu behandeln sind.

Diesmal kam es völlig "unpassend", obwohl der Begriff in dem Zusammenhang ebenso unpassend ist und plötzlich.
Mir fiel schon auf das öfter das Holzbrettchen vollgepieselt war das eigentlich nur Treppe und nicht Rattentoilette sein sollte.
Ich hab mich nur beim Putzen jedes Mal geärgert, mir aber nichts weiter dabei gedacht.
Und da es zuletzt so heiß war hingen die Rattis oft in den unmöglichsten Positionen ganz oben im Käfig in der Hängematte oder eben auf der Treppe, alle Viere von sich baumeln undich musste sie oft anstupsen weil ich dachte sie wären... 
Ja, so hingen sie oft da! 
Das war vielleicht oft ein Schreck. hihi

Dann merkte ich das der schwarze nicht so gerne von oben runterkletterte, aber durch Leckerlies ließ er sich gut runterlocken und mir fiel nur auf das er das linke Vorderpfötchen nicht so gerne belastete, beim rausnehmen aber ist mir nichts weiter aufgefallen.
Das war vielleicht vor nicht ganz 2 Wochen.
Er ist auch nicht so zahm, lässt eher ungern rausnehmen und hat schon 2mal gezwickt, daher hatte ich ihn auch nicht sooo oft heraussen muss ich ehrlich zugeben.

Und grade als ich alles gepackt habe, Papa die kleine Mimi zum Auto bringt, ich den vollgepackten Kinderwagen bei der Tür rausschieben will damit wir zum Bahnhof gefahren werden und zu Mama-Oma ins Nachbarbundesland zur Augenuntersuchung fahren wollen, fällt mir auf das Ratti vorm Häuschen am Boden liegt.
Verdächtig ungewohnt ganz seitlich.

Ich gehe hin, locke ihn, er hebt nur den Kopf und schnüffelt in meine Richtung.
Oje....
Leckerlie geholt, ihn damit gelockt - nichts außer Kopf heben und Geschnüffel.
Was für ein Schock.
Seine Hinterbeine und die linke Seite gelähmt.
Ich breche alles ab, rufe meinen Schatz, wir telefonieren 5 Tierärzte ab bis endlich einer Zeit hat.
Mir war klar, da lass ich nicht herumdoktoren, das bringt kaum was, da sind Tumore dran Schuld.
Wieder mal.
Also rein zum Arzt, der hat nur einmal über seinen Bauch gestreichelt und sofort gesagt der sei voller Tumore.
Kurz und hoffentlich mit wenig Schmerzen dann die Erlösung. *schnief*

Ich hatte dann keinen Zug mehr und Schatz musste uns 1 Stunde zu meienr Mum fahren und extra 1 Stunde zurückfahren. 
Ich machte mir schon etwas Vorwürfe das ich es nicht früher bemerkt hatte das was nicht stimmt.
Abe rich habe ganz ehrlich gesagt aufgehört wegen jeder Kleinigkeit zum Tierarzt zu fahren, weil ich früher die Erfahrung gemacht habe das sich die wenigsten gut mit Ratten auskennen und dann ewig unnötig mit Antibiotika und Zeugs herumtun und den Zeitpunkt des Erlösens verpassen oder übersehen wollen.
Ich hatte mal eine gelähmte Ratte die ich 1 1/2 Wochen lang per Pipette ernäht habe, sie konnte nicht mehr auf die Beine und heute denke ich das diese fast 2 Wochen absolut unnötiges Leiden waren. *seufz*

Und nun sitzt sein armes Brüderchen ganz alleine im Käfig.
Das ist dann immer das Dilemma.
Der Bruder ist ganz scheu und ich werde nun versuchen ihm abends etwas Kuschelzeit zu geben, bei mir auf der Couch. ^^

Hach, keine Ratten mehr danach... diesmal aber wirklich.
Es ist immer so traurig und schwer....

Ab über die Regenbogenbrücke kleiner Mann, lass es dir gut gehen!
R.I.P

Kommentare:

  1. Ja, das ist immer traurig. Mach dir keine Vorwürfe, du hast alles richtig gemacht. Möge der Kleine in Frieden ruhen.
    Hatte es auch so bei meinen letzten beiden Mädels. Honey musste mit 2 Jahren eingeschläfert werden, dann blieb ihre Schwester Inanna übrig. Sie lebte noch weitere 6 Monate und wurde in der Zeit noch zahmer. Wir haben abends immer zusammen TV geschaut, sie lag immer auf meiner Brust und hat geschlafen. Inanna war meine älteste Ratte. Natürlich ist es generell schöner, wenn sie zu zweit sind. Aber man weiß ja nie, wie lange sie noch leben, und eine neue Vergesellschaftung kann auch viel Stress bedeuten. Ich habe mir jede freie Sekunde, die ich hatte, für Inanna genommen, und ich hatte das Gefühl, dass es ihr gut ging.
    Ich drücke die Daumen, dass das Brüderchen jetzt zahmer wird, damit ihr auch mehr Zeit zusammen verbringen könnt. Alles Gute!

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  2. Das tut mir sehr sehr Leid für dich. Es ist furchtbar, dass sie kleinen Mäuse nur so wenig Zeit bei uns haben und dass wir sie an so furchtbare Dinge verlieren - und uns dabei die Hände gebunden sind.

    Ich verstehe, dass du dir Vorwürfe machst - ich kenne das zu gut. Aber es bringt nichts und du hättest auch nicht wirklich etwas tun können. Tumore im Bauchraum erkennt man leider zu 90% erst zu spät. Ich hatte nahezu genau dieses Szenario damals mit Sheila. Sehr schüchtern und als ich eines Abends nach Hause kam, lag sie auf der Seite mit Schnappatmung. Ab zum TA (wir haben hier zum Glück eine unheimlich tolle Tierärztin, die sih sehr gut auskennt! Und außerdem einen Tierarzt, der das noch als Berufung macht - da kann ich auch nachts um halb 2 anrufen und hingehen und er meckert keine Sekunde, ist immernoch lieb und freundlich und -das ist aber nebensächlich - berechnet egal wie spät den Normaltarif..) und.. naja. Wir kennen das.

    Den Vorsatz "Danach keine Ratten mehr!" kenne ich - ich habe ihn auch wieder gefasst, aber irgendwie... Ich wieß nicht, ob ich ohne die Kleinen kann ^^" Vielleicht ist es wieder einfacher, wenn es nur ein Rudel ist, keine zwei..

    Kleiner Rattenmann, komm gut über die Regenbogenbrücke und suche dir eine schöne Käsewolke. Keine Sorge, ich bin sicher, dass du hier auf keinen Fall vergessen wirst.

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  3. Tröstende Umarmung ohne viel Worte von mir: ♥

    Alles Liebe,
    Petra

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  4. Das war ja ein süßer Kleiner!
    Mein Beileid für euch - und den Wunsch, dass er in euren Herzen weiterleben wird...

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  5. Machs gut, Kleiner, grüße mir meine ganzen nasen im Regenbogenland!
    Meine Tochter erzählte mir letzte Woche nach dem Aufwachen: "Mama, ich habe vom Regenbogenland geträumt, ich habe alle unsere Tiere dort gesehen und es geht ihnen sehr gut!"
    Tröstlich, oder?

    *drückdich*
    Jessi

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  6. Hab eine gute Reise über die Regenbogenbrücke,
    kleiner Rattenmann.
    Unser Beileid,
    Casper & sein Rudel

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  7. Danke für Eure lieben Worte! ^^ GLG

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  8. Huch, hattest Du eine Ratte?? Das war mir jetzt gar nicht so bewußt. Aber man hängt schließlich an seinen Haustieren. Eines meiner Kinder hatte früher einmal Mäuse. Mein Sohn fand die immer so süß als Kind und sah das mal bei einer Klassenkameradin, die die Mäuse unterm Pullover trug. ;-) Doch als er dann selbst eine Maus hatte, wurde er sehr schnell eines Anderen belehrt, denn die Mäuse sind ja ständig am machen, das kann man ja kaum kontrollieren ... und den Kot im Pullover, das fand er denn doch nicht so toll ;-)
    Ich hab' auch immer Probleme mit solchen Tierchen, denn in Käfigen ist ja nicht allzuviel Platz ... das sind ja eigentlich Lebewesen, die doch mehr Auslauf brauchen. Ja und sie leben ja wirklich nicht sehr lange ...
    Bei uns blieb es bei den zwei Mäusen, weitere wollte auch mein Sohn nicht mehr.
    Alles Liebe wünsch' ich Dir
    Sara

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