07.01.14

Pflanzlich, regional, saisonal, Bio, Plastikfrei, Haushaltszuckerfrei...

...  sonst noch was?
Ach ja, gesund! :-)
Einer meiner Vorhaben für dieses Jahr ist meine Kochbücher komplett auszumisten und eine fast rein vegane Kochbuchsammlung anzulegen.
Einfach auch, um das ganze für mich selbst NOCH ernster - irgendwie präsenter zu machen.
Ich habe ja immer wieder schwache Momente, was Käse angeht, oder mal ein FruFru oder Dessertjoghurt mit Geschmack... 
Vor allem aber süßes Plundergebäck ist meine schlimmste noch unvegane Schwäche. *seufz*
Jedes Mal fühle ich mich als Versager... für dieses Jahr möchte ich mich an diese noch vorhanden Rückfälle machen.
Ich bin ganz ehrlich das mein Ziel erst mal keine 100%ige vegane Ernährung ist.
Grade was Honig angeht.
Ich möchte ihn nicht als Nahrungsmittel haben, sehe ihn aber als wertvolle Medizin und kann, wenn den Bienen genug eigener Honig gelassen wird anstatt sie mit Zuckerlösung zu füttern und sie gut behandelt werden und das Produkt regional ist, nichts gegen eine Verwendung bei Krankheit oder Halsschmerzen sagen. 
Wer sonst bestäubt all unsere wunderbaren Pflanzen und man kann auch ohne diese Geschöpfe auszunutzen in einer Symbiose mit ihn leben und sie dennoch ab und zu um ein wenig von ihrer Medizin "bitten".
1viel. auch 2Gläser Honig wie bei mir ca. im Jahr sind bestimmt nicht das Problem.

An meinem Wunsch mich wirklich pflanzlich zu ernähren scheitere ich seit nun gut 5 1/2 Jahren, zerbreche daran regelrecht an einer Art Selbsthass wegen solch einer Undisziplin. *seufz*
So geht das nicht weiter, man soll sich ja schließlich wohl fühlen, im Reinen sein mit sich und der Umwelt.
Also halte ich mich erst an meine leichteren Schwächen - den Käse nun wirklich voll und ganz wegzulassen, weil es reine Geschmacksgewohnheit ist, mehr nicht.
Meist finde ich dieses schleimig, breiig, weiche Käsekaugefühl im Nachhinein regelrecht ekelig und bereue es bereits viel mehr als ich es im Endeffekt noch genießen könnte.
Also erst mal diese Restgwohnheit endgültig umstellen!
Und für meine Fruchtjoghurtgelüste hab ich eeeendlich  megaleckere Aufwertung gefunden
Zwar von Alpro, aber gut. ^^
Somit möchte ich es heuer schon auf 95% Pflanzenkost schaffen!
Damit wäre ich erstmal glücklich denke ich.

Außerdem gehe ich nun keine Kompromisse mehr ein was Bio- angeht, habe ich bisher leider aufgrund des Preises gemacht.
Nun möchte ich das wirklich durchziehen, lieber weniger, dafür eben Qualität.
Alleine schon meiner Tochter zu liebe, die ja meist mitisst!

Ebenso noch saisonale Kost, möglichst regional, was ich eigentlich schon seit letztem Jahr ziemlich mache und gut zurecht komme und sehr zufrieden bin damit.
Das möchte ich jetzt auf jeden Fall noch verfeinern oder auch dieses ewige Plastikdilemma etwas minimieren, besonders bei Gemüse, Obst und allgemeiner Verpackung.
Dazu gehören für mich kleine Schritte wie heute z.B. der Kauf von Stofftaschentüchern. *g*
Oder das ich keine Plastikkaffeemaschine mehr habe, sondern eine aus Edelstahl die mit heißem Wasser aufgegossen wird und dann warm gehalten, somit auch weniger Strom braucht.
Oder das ich Plastikgeschirr zur Aufbewahrung reduziere, schon lange keine Plastikgetränkeflaschen mehr kaufe ect.
Oder das ich mich endlos freue wenn ich wie heute, Biomais im Glas entdeckt der auch noch aus Österreich ist!
Dosen habe ja auch wieder Plastikbeschichtungen...

Da ich aber auf meine Tasse Kaffee pro Tag nicht verzichten kann/mag, entscheide ich mich nun wenigstens für Biokaffee Fairtrade.
 Hab ich auch nicht immer gemacht, des Preises wegen. :-/
Hier sieht man wie oberflächlich gesund und gut Eingekauftes aussehen kann, dabei ist Reisdrink ja nicht grade regional.
Nehm ich im Moment aber lieber als nur Sojamilch, wegen meiner kleinen Tochter, die damit ab und zu noch ihr Abendfläschchen trinkt.
Die vielen Östrogenähnlichen Stoffe... ich weiß halt nicht wie sich das in größeren Mengen langfristig gesehen auf kleine Kinder auswirkt.
Also lieber etwas variieren.
Den Hollersaft kann man wirklich leicht selbermachen, ich hatte letztes Jahr zu wenig gemacht und ein paar wurden schlecht. :-(
Und Quinoa... so gesund aber eben aus:
 Peru !!! Und tadaaa: wunderbar in Plastik.

Viele Vorhaben also, deswegen mache ich mich wegen einer Sache nicht mehr so verrückt.
Man kann kaum alles schaffen und ich weiß eben einfach nicht, das weiß wohl niemand, was eigentlich in Relation zu allem das jeweils kleinere Übel ist, in Bezug auf Nachhaltigkeit und Ökologie.

Wirklich doof finde ich z.B. dies ganzen Superfoods die in Bezug auf Veganismus oder Rohkost besonders oft auftauchen und ich verstehe nicht, das keiner darüber nachdenkt woher diese Chiasamen, Matchatees ect.eigentlich kommen.
Das finde ich schlimm wenn man so den Blick verliert.
Denn wir haben hier bei uns in Deutschland, Österreich und Italien wirklich genug eigene, regionale und saisonale Sueprfoods!!!
Atila Hildemann muss ich daher nicht unbedingt haben... zu viel Klimbim, so toll ich sein Anliegen auch finde.
Iimmerhin finden sich viele neue Anhänger und diese gewaltlose Ernährung wird so bekannter.

Ich musste das alles nun mal loswerden. ^^
Ehrlich wie ich bin, mit neuen Zielen und Vorhaben für diese Jahr und den Rest meines Lebens!
Ich bin sooo motiviert, jedes noch so kleine Stück bringt mich weiter, denn für jedes Milchpulver in einem Stück Plundergebäck liebe ich doch die Kühe z.B. viel zu sehr... *schnief*
Es ist nicht leicht seinen eigenen Weg zu finden , gerade heute mit den vielen, oft unnötigen Möglichkeiten der Ach-so-tollen-Globalisierung.
 Andere sagen oft das Ihnen das alles einfach egal ist,  das es sowieso zuviel ist worauf man achten müsste - aber wie könnte es das... 
Für mich werden all diese Dinge eben immer wichtiger.
Für meine Mitgeschöpfe, für unsere Welt auf der wir leben dürfen.

Danke fürs zulesen. *grins*
Aber sagt, wie geht es da Euch damit????

Kommentare:

  1. Da sagst du was wahres in Bezug auf Superfoods, das hab ich mir auch schon gedacht!

    Ich versuche auch so viel es geht bio, regional und am besten noch fair trade einzukaufen, und ich versuche Plastik zu meiden (nicht nur beim einkaufen, ich stelle auch grad meine Vorratshaltung auf Glasbehälter um)
    Aber leider ist das oft gar nicht so einfach, es wird einem echt schwer gemacht, besonders, wenn man aufs Geld achten muss. Bei uns ist es momentan leider so knapp, das ich oft Kompromisse eingehen muss.

    Ein Erlebnis mit meinen Kindern vor paar Tagen, fand ich aber total süß. Wir waren einkaufen und Philipp sollte Gurken holen, da höre ich, wie er entrüstet sagt: "Och manno, die sind ja wieder alle in Plastik eingeschweisst!" *lach*
    Ich find es so schön, wenn Kinder allein durch Vorleben lernen, und so was verinnerlichen.
    Glaub das muss ich morgen auch noch auf meinem Blog erzählen...

    Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinem Vorhaben, aber es ist sicher gut, sich nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Wir sind nicht perfekt, und es ist nicht möglich immer alles richtig zu machen. Aber jeder Schritt in die richtige Richtung, ist es wert gegangen zu werden!

    Grüßle, Jessi

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    1. Ja, ich hab auch schon viele Glas-Vorratsbehälter! Da geht es uns ja ziemlich ähnlich, daich bis vor kurzem gar kein einkommen und zuvor nur Karenzgeld hatte, musste ich auch so arg aufs Geld schauen das es oft nicht anders ging. Ich finde es so schlimm das solch ein Wohlwollen für die Umwelt, Mitgeschöpfe und Gesundheit dann oft am Geld scheitern muss. *seufz*
      Das ist ja süüüüß mit Phillip!!!!! Bitte bitte, erzähl das, eine wirklich schöne Anekdote. Da sieht man mal, aleline die Vorbildfunktion macht hier Sinn und die Kinder bekommen wenigstens wieder eine Gefühl solche Dinge überhaupt wahrzunehmen.
      Ich stand die letzten Woche -zig Male vor den gurken, udn ließ es dann imem rseufzend bleiben, weil in Plastik und nicht saisonal.
      Das ist was, aber wie gesagt, ich mach mich nicht mehr verrückt sondern versuche das Beste und entscheide halt von Tag zu Tag.
      Danke für Deine Zeit de rWorte!
      GLG, MamaMia

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  2. Da habt ihr beide vollkommen recht - unter Druck setzen bringt nichts, denn jeder kleine Schritt bringt unheimlich viel für unsere Erde (stellt euch mal vor: früher als Omni hat man sich vielleicht gar keine Gedanken gemacht...) :-).
    Ich kaufe zu über 90% nur noch im Bioladen ein, bei einzelnen Sachen, wie z. B. der Sojamilch von Alpro (schmeckt mir einfach am besten) oder "Spezielles" aus dem Internetversandhandel, das es nicht in Bioquali gibt, mache ich mir aber dann auch keinen Stress.
    Bei Honig geht's mir ähnlich - mal einen Keks oder Riegel, der mit etwas Honig gesüßt ist, finde ich vollkommen in Ordnung.
    Unterwegs finde ich es nicht immer so einfach - "Bio?!?" oder "es gibt gar nichts anderes veganes außer Nudeln und diese sind evtl. mit Ei" oder "veganer Essig?!?" - auch da mache ich mir keinen großen Kopf darum und versuche eben, so weit es mir möglich ist, vegan zu leben. Nur bei Milchprodukten muss ich wirklich immer konsequent sein, da ich durch meine Umstellung auf die vegane Ernährung eine Laktoseintoleranz entwickelt habe (was im Endeffekt ja gar nicht mal so schlecht ist, denn das hilft mir noch mehr, die Dinge zu hinterfragen...).

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