09.08.14

Ich will... ich will... ich will...

...ist momentan das was ich zumeist mit energischem Tonfall von Mimi zu hören bekomme.
Gut so, doch das kann anstrengend sein und raubt mir oft den letzten Nerv.
Mimi weiß was sie will, definitiv und ich bewundere sie dafür und bin froh das sie diese Eigenschaft so ausgeprägt ihr eigen nennt, denn ich hatte das nie und weiß teilweise bis heute nicht was ich eigentlich wirklich will.
Mimi hilft mir so gerne beim Kochen.
Hier beim Karotten schälen. ^^
Im Zusammenleben zwischen Klein und Groß bzw. im Alltag als Mama kann einen das oft an seine Grenzen bringen.
"Mama i mog da helfen" Gerne doch. Allerdings wieder der Zusatz "Aber ich kann das schon A-L-L-E-I-N-E"
Konnte sie auch. Ganz toll und problemlos. Allerdings braucht man eben mehr Zeit. Doof, wenn Mama sich in den Kopf gesetzt hat 1/2 Std. Saft einzumachen und dann dieses und jenes und sowieso das noch. Zeitplan adè. 
Warum auch nicht. Schön wars!
Manchmal finde ich dieses einfache "Aber Mama, i mog..." einfach um des Wollens Willen regelrecht unverschämt, manchmal unpässlich und manchmal widerstrebt es eben einfach MEINEM Willen. *ggg*
Nicht so leicht, grade wenn ich es gut meine, ich sie etwas selber machen lasse - ihr es aber erst einmal zeigen möchte - und sie dies mit einem lauten "Aber ich will das machen!" ablehnt und den schwierigeren, völlig eigenständigen Lernweg wählt. 
Ich bin auch nur ein Mensch, will es oft selber auch leicht haben und oft eben nicht den geduldigen, umständlicheren Weg gehen müssen, nur weil sie es will.
 "Mama ich will klettern! "in Kombination mit "ich kann das A-L-L-E-I-N-E"
Besonders schwer für Mama. Danach war ich dafür sehr stolz wie geschickt sie das schon macht.
Aber genau das müsste ich im Moment viel öfter, mich zurück nehmen, geduldig sein, viel meiner Zeit herzaubern wo ich grade keine sehe (n will *g*), abwarten und eben da sein müssen wenn Mimi es eben will und braucht.
Dieses Fremdbestimmtsein fällt mir immer noch extrem schwer.
Dadurch entstehen leider viele eigentlich unnötige Machtkämpfe zwischen mir und meinem Mäuschen.
Ich bin einfach nicht dieser endlos mütterliche Typ der sich selbst völlig zurückstellt und auch ein bisschen selbst aufgibt, des Kindes Willen.
Zumindest jetzt nicht mehr, in der Baby- und Kleinkindzeit konnte ich das besser.
Jetzt, wo Mimi größer wird nehme ich mir viele Freiheiten zurück die ich fast 3 Jahre, wenn auch sehr gerne, für mein Mädchen aufgegeben habe. 
Alles hat seine Zeit sage ich immer und dennoch merke ich grade wieder, das diese "Phasen" bei Kindern eben nie aufhören und diese Phasen bei mir auch nicht.
Ich muss ständig lernen mit Entwicklungsphasen die ich meinerseis parallel zu Mimis erlebe, umgehen zu können.
Mimi jagt Peanut viel herum.
Für Mimi ist es spielen, sie redet dabei ganz lieb und lustig mit dem Käzchen, der ist es aber meist zuviel und sie flüchtet Runde um Runde vor Mimi durchs Haus.
Umso lustiger für Mimi, was mich oft extrem ärgerlich macht.
Egal wie ruhig ich es ihr erkläre das Peanut davonläuft und das nicht lustig findet.
Mimis Antwort ist stets "Aber ich spiele doch nur Mama".
Mimi macht seit knapp über einer Woche eine neue Entwicklungsphase durch.
Mimi ist dann plözlich ein bisschen wie ausgewchselt und ich erkenne sie in ihrem Verhalten auf einmal nicht mehr wieder.
Sie testet extrem Verhaltensweisen und Reaktionen anderer, ganz bewusst.
Eigentlich ja eine tolle Sache. Vom Prozess her.
Leider auch eine arge Probe für andere. 
Auch für die Katze.
Und die, bei denen wir zu Besuch sind. 
Und und und....
Absolute Willensentwicklung, ich will, ich mag, ich kann das alleine.
Egal was, egal wo, egal wann.
Bei Nicht-Kooperation sofortige Plärr- Wein- und Protestphase.
Sie hat gemerkt das das leider oft hilft.
Viel zu lernen, immer wieder, für Mimi - für Mama und für Papa.
Danke süße Maus, das wir diese Wege gemeinsam gehen.
Also, immer schön jammern, reflektieren und im Grunde endlos dankbar sein, für diese wunderbar anstrengenden Prozesse! :-)

1 Kommentar:

  1. Du schreibst mir aus der Seele. Einerseits versteht man, warum die Kinder alles alleine machen wollen und auch warum sie oft bockig sind. Andererseits ist man eben auch nur ein Mensch mit einer Frustrationsgrenze.

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