06.12.15

Leuchtende Flammen...

Ich brauche den Ausgleich, das flammende Rot,
für das strahlend weißhelle Leuchten, das alles erhellt.
Um das Licht zu besänftigen, das mich so oft blendet.
Um mir Kraft zu geben, in dieser surrealen Welt.
Denn ich kann nur mehr mit dem inneren Auge sehen,
so hell ist die Welt.
Und die Welt steht in Flammen um sich zu erheben!
 H.U.Rieker: "Bettler unter Toten", Zürich (1959), S.44-45
"Da schwoll der summende Ton zum Dröhnen an, die Säulen schienen zu beben und es durchrieselte mich wie ein elektrischer Strom. Vom Scheitel herab fuhr es bis zu den Hüften. Ich sah nichts mehr, aber ein strahlendes Rad begann sich vor meinen Augen zu drehen und ein Schauer stieg mir die Wirbelsäule empor wie eine Schlange, die einen Baum emporgleitet. Je höher sie stieg, desto leuchtender wurde das Rad. Purpurrot zuerst, dann gelb und zuletzt von strahlendem Weiß, heller als die Sonne. Wie ich spürte, daß die Schlange den Scheitel erreicht hatte, da quoll eine namenlose Seligkeit in mir auf, die alles in sich verschlang. Sie durchdrang jede Pore meines Körpers und ich hatte das Gefühl, als löste ich mich in strahlendem Licht auf."
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